Amateurfußball vs. Profiliga

Vielen ist der örtliche Sportverein wahrscheinlich gerade durch seine Fußball-Abteilung ein Begriff. Fast jeder Ort hat zumindest einen Fußballverein, der in einer der vielen Verbände, Spielklassen und Ligen der deutschen Fußballlandschaft spielt. Gerade die Amateure erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und werden sogar vom kicker, einer der wichtigsten Publikationen zum Thema Fußball in Deutschland, verfolgt. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Amateuren und der Profliga? Fußball ist doch Fußball, egal ob Kreisklasse C oder 1. Bundesliga. Oder?

Profi gegen Amateur: Bei den Amateuren bleibt es spannend

Dass das nicht ganz stimmt, wird jedem schnell klar. Ein SC Staaken kann kaum mit dem Kader des FC Bayern München oder des BVB Borussia Dortmund mithalten.

Und doch haben viele kleinere Vereine ein sehr große Fan-Basis. Denn viele Fans sind von den Machenschaften in der ersten Liga enttäuscht: Die Bayern gewinnen immer, der BVB ist der ewige Zweite, und eine Mannschaft, die von einem Energydrink gesponsert wird, versucht den Durchmarsch. Sobald ein Spieler gut wird, wird er von den Bayern aufgekauft und auf die Bank gesetzt. Und so wurde die erste Bundesliga systematisch kaputtgemacht.

Maximal das Kellerduell ist noch spannend – vor allem für die Fans des VfB Stuttgart, wie sich in der Saison 2018/19 wieder herausgestellt hat. Erst ab Liga zwei wird es wirklich interessant. Und gerade in den Regionalligen der Bundesländer gibt es noch Derbys, bei denen die Fans mit Herzblut dabei sind. Ein Beispiel: Spielt der SSV Ulm im Pokal gegen den SSV Reutlingen, sind die Fans lauter als manche Kurve beim Spiel Bayern gegen Werder Bremen. Und wenn der SC Staaken im Berlin-Derby gegen Blau-Weiß 90 Berlin den Klassenerhalt schafft, kann es schon mal zu einer Party auf dem Fußballplatz kommen.

Und gerade bei den Amateuren sind vor allem die Spieler ihrem Verein sehr verbunden – denn wo kein Geld fließt, gilt wahrer Zusammenhalt.